Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben zu erhöhen.

Dazu werden die betrieblichen Sozialpartner im Betrieb bei ihren Anstrengungen unterstützt, die Weiterbildungsbeteiligung von Beschäftigten zu erhöhen. Es sollen Betriebe erreicht werden, die bisher die tarifvertraglichen Möglichkeiten noch unzureichend nutzen.

Außerdem sollen die Lernmöglichkeiten nachhaltiger gestaltet und besser auf die Bedürfnisse der Beschäftigten zugeschnitten werden.

Wesentlich ist dabei, über Fachkompetenzen hinaus extrafunktionale Qualifikationen bei den Beschäftigten zu fördern. Den Beschäftigten soll ermöglicht werden, über ihre konkreten Arbeitsplatzerfordernisse hinaus, beruflich anschlussfähig zu bleiben. Unter diesen Qualifikationen verstehen wir unter anderem: Teamfähigkeit, vernetztes Denken, Wirtschaftliches Denken und Verstehen, Selbständiges Arbeiten/Organisieren, Verständnis für mathematische Formeln/ Logik, gestalterische/kreative Fähigkeiten, Formulierungsfertigkeiten, Argumentationsfertigkeiten, Kritikfähigkeit, Sich ausdrücken können.

Bei der Gesundheitsbildung ist es das Ziel, die Beschäftigten zu verantwortungsbewussten Entscheidungen hinsichtlich ihrer Gesundheit zu befähigen. Bei der informationstechnischen Bildung werden die Beschäftigten gefördert, die Informations- und Kommunikationstechniken für sich zu nutzen. Bei der interkulturellen und sprachlichen Kompetenzförderung geht es dem Projekt darum, dass sich die Beschäftigten wesentliche Kompetenzen aneignen können in einer Branche, die besonders von der Internationalisierung und Globalisierung betroffen ist.

Darüber hinaus werden die Kompetenz und die Bereitschaft von Beschäftigten zum Lebenslangen Lernen gefördert.

Ziel ist es, die Weiterbildungsförderung in den Betrieben strukturell nachhaltig zu verankern.

Dazu wird die Kompetenz der Betriebsräte genutzt und gefördert.

Die Personalverantwortlichen und Führungskräfte entwickeln mit der Arbeitnehmervertretung ihre betrieblichen Strukturen weiter, um nachhaltiges, bedarfsorientiertes, allgemein weiterbildendes Lernen der Beschäftigten zu ermöglichen.

Folgende Ziele werden mit dem Einsatz der Lernplattform verfolgt:

  1. Nachhaltiges, teilnehmerzentriertes und handlungsfeldnahes Lernen.
  2. Vernetzung der unterschiedlichen Teilnehmer-Gruppen in den Betrieben und über die Betriebe hinweg.
  3. Die Teilnehmer/-innen werden in das Lernen mit Hilfe digitaler Medien/ Onlinelernen eingeführt.
  4. Im Projekt sollen den Verantwortlichen die Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie digital gestützte Lernformen Lebenslanges Lernen unterstützen können.

Mit den Weiterbildungsmaßnahmen werden ca. 600 Teilnehmer erreicht. Die Wirkungen des Programms (Strukturelle Änderungen, Multiplikatorenwirkung) erstrecken sich aber auf wesentlich mehr Beschäftigte. Es werden besonders weibliche Beschäftigte und niedrigqualifizierte Beschäftigte angesprochen und berücksichtigt. In speziellen Veranstaltungen werden auch Betriebsräte sowie Führungskräfte und Personalverantwortliche einbezogen.

Alle Veranstaltungen stehen Männern und Frauen gleichermaßen offen. In den Veranstaltungen legen wir Wert darauf, dass sich das Verhältnis von Männern und Frauen in den Veranstaltungen wieder findet. Die Teilnahmebereitschaft an den Angeboten des Projekts nach Geschlechtern wird erfasst und ausgewertet.

Frauen können häufig nicht die Angebote beruflicher Bildung nutzen, weil sie besonders darauf angewiesen sind, dass sich ihre Teilnahme mit ihren Haushalts- und Familienverpflichtungen verbinden lassen. Viele lassen sich durch die Angebote auch gar nicht ansprechen, weil vermeintliche oder tatsächliche Hindernisse bei der Vereinbarkeit von "Bildung" und Familie" dagegen sprechen.

Deshalb legt die Projektkonzeption Wert darauf, dass die Seminare nach Möglichkeit vor Ort und damit nahe bei den Betrieben stattfinden. Außerdem werden durch die Einbindung des Online-Lernens die Lernzeiten flexibilisiert.

Angebote der Informationstechnischen Bildung, wie auch die Einführung des Online-Lernens sind vor allem für Frauen wichtig:

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Frauen von Männern sehr schnell zur Seite drängen lassen in der Bedienung und Adaption von IuK-Technologie. Frauen gehören tendenziell weniger zu den Early-Adopters bei IuK-Technologien. Des Weiteren suchen Frauen im Gegensatz zu Männern tendenziell stärker formelle Wege der Aneignung von IuK-Technologien.
Die Seminare bieten einen formellen Aneignungsweg, damit auch weibliche Beschäftigte Einblick in die Entwicklung im IuK-Bereich, insbesondere beim onlinegestützten Lernen gewinnen und dieses Wissen für sich nutzen können.

Bei dem Programm für Beschäftigte wird besonders darauf geachtet, auch niederschwellige Angebote zu machen. Diese soll die Teilnahmebereitschaft bei Berufs-und Lern(wieder-)einsteigern erhöhen. Darunter befinden sich vor allem Frauen nach Erziehungspausen.

Die Flexibilisierung des Lernens mit der Lernplattform und den Selbstlern- und Übungsphasen kommt v.a. auch Frauen entgegen. Bei Bedarf kann auch von zu Hause und auch zu selbst festgelegten Zeiten gelernt und geübt werden.

Bei der Auswahl und die Ansprache möglicher Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die Betriebsräte als Experten für die Belange der Beschäftigten und als Multiplikatoren, Motivatoren und Ansprechpartner mit einbezogen. Die Betriebsräte legen besonderen Wert auf die Ausgewogenheit bei der Teilnehmerauswahl. Dazu wird im Programm auch besonders hingewirkt.